Unternehmerischer Erfolg durch Ehrliches Mitteilen in sozialen Organisationen

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Dieser Beitrag zeigt Dir, wie Du zu unternehmerischem Erfolg durch Ehrliches Mitteilen in sozialen Organisationen kommst. Diese besondere Art der Kommunikation von Emotionen hält das Potenzial bereit zu einem besseren Arbeitsklima, zufriedeneren Kollegen, einem besserem Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeitern und generellem Wohlfühlen von Menschen auf der Arbeit beizutragen.

Es ist nie zu spät für glückliche, lange, zufriedene Bindungen mit den Menschen, mit denen wir am meisten Zeit verbringen
– unseren Kollegen!

Luise Fiedler, Bindungscoach

Stell Dir vor, Deine Mitarbeiter plagen Ängste, überfordernde Gefühle oder private Beziehungsprobleme. Sie stauen alles an, leisten weniger, explodieren unerwartet in vermeintlich harmlosen Situationen. Einige Mitarbeiter werden aufgrund der angespannten Atmosphäre krank. Ein wichtiger Kundenauftrag bekommt Lieferschwierigkeiten. Der Kunde ist unzufrieden und entscheidet sich anschießend für den nächsten Auftrag zur Konkurrenz zu gehen.

Bist Du diese Situationen auch leid?

  • Unterdrückte Gefühle, Ängste & Bedürfnisse der Mitarbeiter suchen sich ihren Raum über Intrigen, Manipulation und Krankheiten bis hin zu Burnout, Depression, etc.
  • Meetings sind emotional aufgeladen
  • Am liebsten möchtest Du Gefühle aus den Meetings verbannen, denn unterschwellig gibt es Krieg statt Zusammenarbeit
  • Liefertermine können wegen hohem Krankenstand nicht eingehalten werden

Erfolg folgt Bindung und gesunden Beziehungen

Sicherheit und Wohlfühlen haben nicht nur für Kinder eine enorme Auswirkung auf ihre Kreativität, Lernbereitschaft und soziales Engagement. Auch Mitarbeiter können sich dann besser auf ihre Aufgaben einlassen. Und Geschäftspartner öffnen sich auf einer neuen Ebene und verhalten sich kooperativer.
Doch wie lässt sich die gefühlte Sicherheit und ein Wohlfühlen erschaffen?

Emotionen suchen sich immer einen Raum

Gefühle und Ängste dienen uns Menschen als Wegweiser unsere Aufmerksamkeit auf unsere Bedürfnisse zu lenken. Im Kern geht es immer darum, Distanz oder Nähe zu etwas oder jemandem herzustellen. Entweder bedroht mich etwas und ich möchte mich abgrenzen oder ich fühle eine Sehnsucht in mir zu etwas hin. Gefühle und Ängste sind damit Ausdruck etwas Tieferliegendem, das gesehen und gehört werden möchte.

Gefühle wollen nicht nur gefühlt werden, sondern sie wollen mitgeteilt werden!

Fällt dieses Mitteilen aus, weil kein Raum explizit dafür geschaffen wird, dann suchen sich die Emotionen einen Kanal. Der Mitarbeiter agiert (meist unbewusst) aus, was nicht kommuniziert wird. Ein*e Mitarbeiter*in wird krank, ein*e andere*r verliert die Lust an der Arbeit, kündigt innerlich und schaut sich nach anderen Arbeitgebern um.

Gerade in deutschen Unternehmen kann man den Eindruck bekommen, dass Emotionen per se unprofessionell und schädlich für das Geschäft seien.

Das blendet allerdings die ungeheure Kraft und das Potential aus, welche hinter Emotionen stecken.

Ein neues Miteinander in Kreativität & Kooperation

Soziale Unternehmen fördern Ehrliches Mitteilen von Emotionen
Soziale Unternehmen fördern Ehrliches Mitteilen von Emotionen

Stell Dir vor, Du schaffst Deinen Mitarbeitern einen Raum für die emotionalen Aspekte ihres Miteinanders! Die Kollegen erfahren untereinander Halt, werden gesehen und gehört. Es stellt sich Entspannung im Team ein. Mitarbeiter kommunizieren ihre Grenzen rechtzeitig vor dem Burnout, Krankheiten bleiben aus, Projekte werden eingehalten, Eure Kunden bleiben und sind sogar begeistert von der Zusammenarbeit.

Mitarbeiter werden zu Mitmenschen!

Langfristig verbessert sich das Arbeitsklima. Mitarbeiter kommunizieren mehr und helfen sich gegenseitig. Sie werden kreativer und bringen Vorschläge für neue Produkte und Vertriebswege ein. Ein entspannteres Team zieht neue, offenere, entspanntere Kunden an. Ein Dominoeffekt an Zufriedenheit setzt sich in Gang. Zur Erinnerung, der erste Stein hieß „Emotionen Raum geben“. Doch wie können wir im Arbeitsumfeld unseren Emotionen konkret Raum geben?

Sicheren Raum für Emotionen bieten

Einige mögen jetzt an sogenannte Wut-Seminare denken, in denen der Wut durch Schlagen auf ein Kissen Raum gegeben wird. Theoretisch eine Möglichkeit, allerdings eine, die „Ausagieren“ fördert. Es geht tatsächlich viel direkter und noch einfacher, schneller und vor allem auf eine Weise, bei der sich alle Beteiligten geschützt fühlen.

Emotionen Raum geben durch Ehrliches Mitteilen

Ehrliches Mitteilen ist ein Gruppenprozess mit klarem Vorgehen, die einen für alle Teilnehmenden sicheren Rahmen schaffen.

Beim Ehrlichen Mitteilen bekommen unsere Emotionen einen sicheren Raum, indem wir nacheinander unsere innersten Zustände in einer Gruppe von Menschen teilen. Gefühle, Körperempfindungen und Gedanken werden mit einem gewissen Abstand zu allem Wahrgenommenen kommuniziert und von den anderen Teilnehmenden im Kreis gehört.

Das Ehrliche Mitteilen verbindet die Menschen mit ihrem eigenen Körper, ihren Bedürfnissen, unbewusste Handlungsmuster gelangen ins Bewusstsein. Außerdem kommen die Teilnehmenden in eine echte, nährende Verbindung und in Kontakt mit sich, der Realität und den anderen Teilnehmenden der Gruppe. Es schafft Nähe, Verständnis und mehr Zuversicht und Vertrauen in die Menschen und das Leben im Allgemeinen.

Wer sich im Detail für den Ablauf des Ehrlichen Mitteilens interessiert und wissen möchte, wer es erstmals initiiert hat, findet mehr in diesem Beitrag: Ehrliches Mitteilen – Quickie für Eure emotionale Beziehung

Eigenschaften des emotionellen Raums (Verhaltenskodex)

  • Hierarchiefrei – alle sind gleichwertig
  • Zeitraum:
    • 1 bis 2 Stunden (je nach Teilnehmerzahl)
    • 10 Minuten pro Person zum Mitteilen, alle anderen hören aufmerksam zu
    • Bis zu 10 Teilnehmer*innen
    • Möglichst regelmäßiges Angebot des Austauschs (täglich, wöchentlich)

Eigenschaften des physischen Raums (Örtlichkeit)

  • Sitzmöglichkeiten für eine Begegnung von bis zu 10 Personen in einem Kreis
    • Möglichst ohne Tisch dazwischen,
    • Auf dem Boden (mit Matten oder Sitzkissen, sonst Stühle)
  • Sicherer, ruhiger, heller, warmer, geschlossener Raum („Bitte nicht stören-Schild!“)
  • Gemütliche, offene Atmosphäre
  • Redestab, als Marker wer dran ist
  • Gerät zum Zeitstoppen
  • Gruppenleiter*in, welche*r auf die Zeit & das Vorgehen achtet
  • Nach Geschmack: Kerze in der Kreismitte, Gong / Klangschale zum Eröffnen & Beenden

Herausforderungen beim Aufbau der neuen Struktur

  • Räumlichkeiten finden und herrichten, welche die oben genannten Anforderungen erfüllen
  • Mitarbeiter zum Mitmachen motivieren
  • Traumasensible Leitung der Gruppensitzungen*
  • Passende Tageszeit wählen** (vor der Arbeit, Mittagspause, nachmittags)
  • Mitarbeiter für die Zeit der Sitzungen (1,5 bis 2 Stunden) freistellen

*Es ist wirklich wichtig sich an den Prozess des Ehrlichen Mitteilens (wie hier beschrieben) zu halten, da sonst die Gefahr besteht, dass Personen überfordert werden und diese statt mehr Bindung eher Trennung erfahren. Eine traumasensible Leitung der Gruppensitzungen ist daher sehr angeraten und fördert die meisten Potenziale zu tage.

Es kann sein, dass Teilnehmende in tiefe meditative Zustände kommen, welche das Weiterarbeiten erschweren. Gleichzeitig kann eine Gruppensitzung die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden enorm steigern. Das ist individuell und von Zeit zu Zeit verschieden. Generell sind die Sitzungen eher geeignet die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen und das Arbeitsklima angenehmer zu machen. Langfristig kann sich dadurch auch eine Steigerung des Unternehmenserfolges ergeben. Erwartungen an Produktivitätssteigerungen als direkte Folge einer Session sollten nicht von den Teilnehmenden erwartet werden, da das die Teilnehmenden in einen kontraproduktiven Druck versetzen könnte.

Du benötigst Begleitung beim Aufbau?

Hier findest Du mein Angebot für Dein Organisation, sei es wirtschaftlicher Betrieb, Mittelständler, Verein, Genossenschaft – ich unterstütze jede Organisation, die daran interessiert ist Emotionen Raum zu geben.

Besonderes Potenzial nutzen

Besonders geeignet für Unternehmen auf dem Weg zu flachen Hierarchien & heraus aus Krisen

Umbruchsituationen von Unternehmen in Veränderungsprozessen werden von vielen Mitarbeitern als stressig und mit Ängsten verbunden erlebt. Diesen Emotionen angepasst zu begegnen kann Changemanagement-Prozesse sehr gut unterstützen und erfolgreich werden lassen. Unternehmen können damit aus Krisen gestärkt hervor gehen.

Eine Unternehmensstruktur hin zu flacheren Hierarchien umzuwandeln, kann stark davon profitieren, wenn möglichst gemischte Gruppen von Menschen aller Unternehmensebenen zusammenkommen, um sich Ehrlich mitzuteilen.

Je nach Organisationsgröße empfiehlt es sich

  • Täglich mehrere Gruppen anzubieten
  • Jedes Team, das häufig miteinander kommuniziert zum Abhalten eigener Gruppen einzuladen
  • Die Mitarbeiter zu inspirieren das Ehrliche Mitteilen in den Arbeitsalltag integrieren
  • Als Chef Vorbild zu sein, denn …

Die größte Veränderungskraft wird nutzbar, wenn …

... der Chef selbst mitmacht. Erleben Geschäftsführer am eigenen Leib wie wertvoll das Ehrliche Mitteilen wirken kann, hat die Einführung des Angebots eine stärkere Sogwirkung. Begibt sich ein Chef auf dieselbe Hierarchieebene wie die eigenen Mitarbeiter und wird zum Menschen, können Hierarchien aufgelöst werden. Das birgt das Potenzial, dass sich Chefs nicht mehr alleine fühlen, Mitarbeiter Entscheidungen besser nachvollziehen können und sich die Trennung zwischen den Menschen auflöst und in verständnisvolle Verbindung wandelt. Gleichzeitig erfahren die Mitarbeiter wirklich gehört zu werden, ernst genommen und respektiert zu werden und als Teil der (Arbeits-)Gemeinschaft einem Größeren Ganzen anzugehören. Das Gemeinschaftsgefühl einer Organisation kann dadurch enorm gestärkt werden. Das hält die Chance bereit, dass alle an einem Strang ziehen und gemeinsam in eine Richtung für das Unternehmen streben.

Für Mitarbeiter & Geschäftspartner geeignet

All das ist auch möglich zwischen Geschäftspartnern. Zum Beispiel, wenn neue Partner, Auftragnehmer und Kunden in geschäftlichen Kontakt treten. Das sind alles immer Menschen, die alle mit den gleichen Fähigkeiten zu fühlen und zu kommunizieren ausgestattet sind. Sollen die Beziehungen in die Tiefe gehen, loyal, verlässlich und auf ehrlicher Basis stehen? Dann empfehle ich auch hier das Ehrliche Mitteilen anzuwenden. Besonders in sensiblen Momenten wie Verhandlungsphasen, kann sich die zusätzliche Vertrauensebene auszahlen. Wie komme ich nun dazu das mit meinen Geschäftspartnern anzuwenden? Zwei Ideen:

  • Direkt nachfragen: „Wollen Sie / Willst Du in einen Ehrlichen Austausch für eine vertrauensvolle Beziehung mit mir / uns kommen?“
  • In einen Kickoff-Workshop ein Modul „Ehrliches Mitteilen“ einbauen

Es kann sein, dass einige Geschäftspartner ablehnend reagieren, dann kannst Du selbst entscheiden, was Dir wichtiger ist. Einige Unternehmer richten zum Beispiel ihre innere Haltung genau darauf aus, nur noch in Beziehungen mit vertrauter Basis durch Ehrliches Mitteilen einzutauchen. Das ist auch mein Ansatz mit dem ich meinen Mitmenschen im Privaten und in der Arbeit begegne. Für mich fühlt sich das stimmig an und ich glaube an meinen langfristigen Erfolg damit.

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